was ist eine Septarie
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Septarie – ein faszinierendes Gestein mit Geschichte
Eine Septarie (auch Septarienknollen oder Septarienkonkretionen genannt) ist ein geologisches Gebilde, das vor Millionen von Jahren in Meeressedimenten entstanden ist.
Entstehung
Septarien bildeten sich meist im Eozän oder Kreide (vor 50–100 Millionen Jahren) durch die Ausfällung von Mineralien rund um ein organisches Zentrum – häufig ein Tier, eine Pflanze oder ein Fossil. Als das Material austrocknete und schrumpfte, entstanden charakteristische Risse und Spalten im Inneren, die sich anschließend mit Mineralstoffen wie Calcit, Aragonit, Pyrit oder Baryt füllten.
Das Besondere daran
Der Name kommt vom lateinischen septum (= Trennwand), weil das Netz aus mineralisierten Adern das Innere wie in Kammern unterteilt. Im Anschnitt oder poliert sieht man dieses typische, netzartige Muster – jeder Stein ist ein Unikat.
Mineralzusammensetzung
- Äußere Hülle: meist Ton oder Mergel
- Adern: Calcit (gelb-golden), Aragonit, seltener Pyrit
- Zentrum: oft mit Fossilien
Vorkommen
- USA (Utah, South Dakota) – besonders schöne Exemplare
- Marokko
- Neuseeland
- Deutschland (Norddeutschland)
In der Steineheilkunde
Septarien gelten als Stein der Kommunikation und des Ausgleichs – sie verbinden sozusagen das Innere mit dem Äußeren, genau wie ihre Adern das Gestein durchziehen.